28.12.2010

Wir erstellen uns ein HDR Bild

Wie im vorletzten Beitrag schon beschrieben wurde, was eigentlich ein High Dynamic Range Bild ist, werden wir uns heute einmal ansehen wie wir eines gestalten. Dazu bedienen wir uns heute einem eigens dafür programmierten Programm “Photomatix”. Mit dieser Applikation kann man mit wenigen Mausklicks fantastische HDR-Bilder generieren. Bevor wir aber erst ein HDR-Bild generieren können, müssen wir zunächst zur Tat schreiten und die nötigen Fotografien zurecht legen.

Obwohl das Programm die Möglichkeit bietet, aus lediglich einem Bild ein High Dynamic Range zu erstellen, empfehle ich doch mindestens wie es die Technik vorsieht mind. 3 Fotos zu nehmen. Wir nehmen 3 verschieden belichtete Fotos, welche wir vorher mit unserer Digitalkamera fotografieren. Wir benötigen 1 unterbelichtetes, 1 normal belichtetes und 1 überbelichtetes Foto vom gleichen Motiv. Empfehlenswert ist der Einsatz eines Stativs, damit der Bildausschnitt auch immer exakt derselbe ist. Moderne Spiegelreflexkameras bieten zudem die Option gleich eine Belichtungsreihe zu fotografieren. Hier werden dann automatisch verschiedene Belichtungsstufen gewählt. Idealerweiße fotografiert man im RAW-Modus, da man hier im späteren Verlauf (vor allem wenn man mit Programmen wie Photoshop arbeitet) wesentlich mehr Möglichkeiten hat, wie mit dem jpeg-Format.

Nachdem wir die Bilder auf den Computer transferiert haben, können wir auch schon Photomatix öffnen. Mit der Funktion “Load Bracketed Photos” öffnen wir nun unsere drei vorher geschossenen Fotografien. Jetzt wird das Programm erst einmal die Bilder analysieren und etwas vorbereiten. Nun können wir mit dem eigentlichen Prozess der HDR-Erstellung beginnen. Das Programm bietet uns einige vorher definierte Einstellungen, mit denen wir schnell auf ein Ergebnis kommen. Sagt einem keine Voreinstellen zu, kann man im linken Bereich mit Tonemapping beginnen. Im Beispiel verwenden wir das Tonemapping mit der Tone Compressor Methode. Hier kann man die einzelnen Regler so einstellen, bis man ein Bild hat, das einem gefällt. Ist es dann fertig eingestellt, bestätigt man die Einstellungen mit “Prozess”. Das fertige Bild wird nun erstellt. Dieses kann man jetzt entweder als TiF oder JPG speichern oder direkt noch einmal tonemappen. Mit jedem Durchlauf wird das Bild surrealer, bis man am Ende ein wirklich verfremdetes Bild hat.

Dies ist nur eine Methode wie man sich ein Bild im High Dynamic Range Art anfertigen kann. Wer etwas mehr Aufwand nicht scheut, kann sich ein Bild dieser Art auch in Photoshop erstellen. Für den normalen Anwender ist diese Methode aber schnell und einfach auszuführen. Wer mehr über HDR-Fotografie wissen möchte, sollte sich das Buch von Reinhard Wagner “Profibuch – HDR Fotografie” näher anschauen. Viele Farbfotos und Erklärungen bringen einen schnell an das gewünschte Ziel.

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  1. Was ist High Dynamic Range?

Kommentare

Ein Tutorial ist ja schön und gut, aber dann doch bitte Beispiele, in denen die Fotos nach dem Mappen keine Halos haben. Beim Ofenfoto sind die typischen HDR-Anfänger-Halos um den gesamten Ofen zu sehen. Außerdem sind auch überall die typischen schwarzen Photomatix-Flecken und viel zu übersätttigte Farben zu erkennen. So etwas darf einfach nicht sein. Halos, Flecken und extrem übersättigte Farben haben in guten HDR-Fotos nichts zu suchen.

Gruß
Michael Stöhr

http://www.3D-Fotos.de

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